Warum fühle ich mich einsam? (Obwohl alle da sind)
Generation Generisch03. Februar 2026x
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Warum fühle ich mich einsam? (Obwohl alle da sind)

„Warum fühle ich mich eigentlich so einsam?“ – Lars stellt in dieser Folge eine Frage, die Mut erfordert und oft mit Scham besetzt ist. Doch die Statistik zeigt: Er ist alles andere als allein damit. Besonders die Generation Z (16–24 Jahre) ist laut dem BBC Loneliness Experiment mit fast 40 % am stärksten von regelmäßiger Einsamkeit betroffen.

Berny und Lars sezieren den feinen Unterschied zwischen dem Zustand des Alleinseins und dem schmerzhaften Gefühl der Einsamkeit. Lars berichtet von seinem Umzug in die Schweiz und dem Moment, in dem die erste Euphorie dem Alltag weicht. Berny teilt seine Perspektive als frischgebackener Vater und warum man sich selbst in einer pulsierenden Bar oder im vollen Bus nach München einsam fühlen kann.

Zum Abschluss lassen sie ChatGPT zu Wort kommen: Kann eine KI echte menschliche Tiefe ersetzen oder ist sie nur ein digitales Pflaster?


Highlights dieser Folge:

  • Wissenschaft meets Real-Life: Das BBC Loneliness Experiment.

    Stadt-Einsamkeit: Warum uns Kopfhörer im ÖPNV isolieren.

  • KI als bester Freund? Was ChatGPT zum Thema Verbundenheit sagt.

  • Deep Talk: Zwei ehrliche Fragen, die dein Gefühl von Einsamkeit verändern können.

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Was ein Tag, was ein Abend. Es ist kalt und ich komme dann

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nach Hause, schließ die Tür auf, es ist dunkel und dann bin ich

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allein und dann habe ich eigentlich mit meinen Podcast

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Kollegen abgemacht, er darf erst dann sprechen, wenn ich ihm ein

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Zeichen gebe, aber er hält es wie immer nicht aus, deswegen

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brechen wir ab. Berni, meine Güte, du bist ja

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auch da. Ich bin auch da.

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Nächste Folge, nächstes Glück. Sag mir ja so schön.

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Ja, nächste Folge, nächstes Glück.

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Aber erstmal herzlich willkommen in der nächsten Folge Generation

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generisch ich. Glaube Generation Generation

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bleibt vom Hype wenn der Staub sich schlägt und die Zeit sich.

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Hi, wie ist es dir ergangen? Du mir ist es hervorragend.

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Der Gang seit der letzten Folge, die positive Resonanz zum

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Konzept der neuen Staffel war ja phänomenal gut und wir machen

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einfach so weiter. Ja, wir schwafeln einfach gar

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nicht lange drum rum, du kommst heute mit der Frage, die man

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wirklich selten laut stellt, aber viele.

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Kennen. Ja oder wo auch viele,

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vielleicht ja sich da drüber schämen, sich die Frage zu

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stellen, aber ich schäme mich für überhaupt nichts, denn dann.

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Stellen Sie, hau Sie raus. Du, Bernie.

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Ja. Warum fühle ich mich eigentlich

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so einsam? Boah, und das müssen wir uns

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jetzt erstmal, das müssen wir jetzt erstmal sacken lassen, das

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müssen wir. Uns erstmal richtig sacken

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lassen, das ist ne. Heftige Frage und so im ersten

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Moment also mit. Der gekommen bist, habe ich mich

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gefragt. Vielleicht fühlen wir uns heute

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nicht einsam, weil niemand da ist, sondern weil immer irgendwo

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vielleicht etwas dazwischen ist. Also ich, ich kann es eigentlich

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gar nicht so richtig beschreiben, aber es ist

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wirklich überraschend schwer, so das Gefühl von alleine sein

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beziehungsweise einsam sein vielleicht du als.

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Erklär kannst du das mal oder deine Perspektive näherbringen?

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Fangen wir vielleicht damit an. Was siehst du einen Unterschied

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zwischen alleine sein und einsam sein?

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Ich würde sagen, dass das ein sehr großer Unterschied ist.

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Weil also es gibt ja schon mal einen Unterschied zwischen ja,

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einsam sein und sich einsam fühlen, wahrscheinlich relativ

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ähnlich auch vielleicht zu allein sein und allein fühlen.

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Ja, ich glaube aber, dass. Ich kenne das an mir.

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Ich kann sehr gut allein sein. Also wenn ich dann irgendwo bin,

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wenn ich zum Beispiel wandern gehe, da gehe ich für 10 Stunden

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wandere ich 3040 Kilometer durch die Gegend, das mache ich am

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liebsten alleine, da bin ich ganz bei mir und dann bin ich

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auch, nein, ich bin einsam unterwegs erstmal, aber es gibt

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dann, naja, so Momente, wo du dann vielleicht keine Ahnung,

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sogar vielleicht in Gesellschaft, du sitzt in in

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einer Bar. So, aber du fühlst dich

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verlassen und einsam. Du bist unter Menschen, aber du

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du. Bist so in in einem pulsierenden

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Environment fühlst du dich dann einsam zu teilweise denk ich mir

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so. Krass.

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Was ist. Und was ist mit mir falsch?

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Ja, also find ich sehr sehr treffend dieses Bild und im mit

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unter Menschen sein, aber sich trotzdem irgendwo alleine fühlen

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oder einsam fühlen und ich find irgendwo.

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Du kannst ja heutzutage auch wirklich jederzeit jemandem

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schreiben in dieser vernetzten Welt, egal oder Anpingen an

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Nutschen wie mir neu zu. Sagen, ich muss ja nicht mal die

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Person kennen. Ja, und ich ich.

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Ich glaub auch, dass dann eben so dieses es überraschend schwer

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wirklich jemanden zu erreichen oder eben.

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Nicht. Alleine zu sein.

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Doch dieses Erreichen finde ich eigentlich ein sehr, sehr gutes

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Bild. Okay.

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So dass, dass du jemanden erreichst und dass er dich

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vielleicht auch erreicht, weil das ist eigentlich, finde ich,

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ein sehr schönes Bild, weil wenn ich in einer Bar sitze, mich mit

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jemandem unterhalte. Ich kenne die Person vielleicht

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auch nicht, völlig egal. Aber wenn sie nicht nicht

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erreicht, so ganz tief innen. Bin ich also kann das so n

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Gefühl von Einsamkeit sein? Man.

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Man, man sitzt da irgendwo nicht alleine an einem Tisch oder an

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der Bar oder wie auch immer, aber man ist auch nicht wirklich

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zusammen. Also mal irgendwo etwas

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dazwischen wie jetzt bei uns hier im Podcast muss man sagen,

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die Distanz, wir machen ja n digitalen Podcast, man sitzt ja

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nicht zusammen in einem Aufnahmestudio, also ist sogar

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irgendwo etwas dazwischen, aber mit dir fühl ich mich jetzt

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nicht alleine. Ich bin bei dir und natürlich

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bei euch zu Hause oder wo auch immer gerade seid.

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Aber ich fühl mich in dem Moment weder einsam noch allein, weil

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ich kommuniziere mit dir. Ich hab nicht das Gefühl einer

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Barriere zwischen uns, außer eben irgendwo die räumliche

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Distanz und irgendwo ist dann wahrscheinlich dann irgendwo

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alleine sein, ist der Zustand als solches schon ganz sachlich

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geschrieben und Einsamkeit ist dann das Gefühl.

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Das in dir entstehen kann, wenn eben genau diese Barrieren,

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diese Nichterreichbarkeit dann auch wirklich ja dann dann

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spürbar dann als solches ist. Aber hast du dann im Alltag auch

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irgendwo Dinge wo du, wo du es vielleicht auch selber mal

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erlebt hast? Also ich hab das schon ab und

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an. Also ich bin ja vor ja n paar

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Wochen oder Monaten ja in die Schweiz gezogen ohne dort

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jemanden. Zu kennen oder wenige Leute

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wirklich zu kennen. Ich glaub da ja wenn dann so die

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die erste Euphorie mal abfällt, man ist da, man hat ne Wohnung

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gefunden deine ja Sachen sind hier und dann ist so die erste

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Euphorie vorbei und dann geht es in das Leben hinein da ja ab und

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zu ist es dann schon so, dass man dann zu Hause sitzt und sich

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so denkt so Boah also. Wenn ich jetzt da in München

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wär, hätte ich jetzt keine Ahnung, meine beste Freundin

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angerufen und wir hätten uns in 10 Minuten getroffen, um einfach

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nur irgendetwas zu machen. Ist dann hier so n bisschen.

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Schwieriger also für. Dich war Momente also jetzt, wir

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leben da glaub ich, in den unterschiedlichen Lebensphasen

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würde ich jetzt mal tippen, ja, hier mit ja neugeborenes Kind

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mit Frau und so weiter wie ist das?

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Hast du Momente der. Einsamkeit oder wo du du sagst

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okay. Ich fühle mich irgendwie allein

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gelassen. Vielleicht auch.

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Gute Frage. Ich würde sagen, ja, habe ich.

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Auch. Aber jetzt weniger so ich

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weniger so gesellschaftlich, sozial mit der Interaktion,

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sondern in Momenten, der, ich nenne es jetzt mal,

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Hilflosigkeit. Wenn die Kleine irgendwo schreit

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und du in dem Moment nicht weißt, was hilft jetzt weiter,

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fühle ich mich dann allein gelassen oder eigentlich 5 Jahre

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muss aufpassen, weil der Begriff ja wahrscheinlich fühle ich mich

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eher so allein gelassen, einsam fühle ich mich jetzt nicht, aber

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muss echt aufpassen mit der mit der Wortfindung aber aber also

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so andere Beispiele im Alltag ist mehr tagtäglich, du bist

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unterwegs sitzt. Öffentlichen Nahverkehr läuft

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durch die Innenstadt die Leute haben ihre Kopfhörer auf oder

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ihren Stöpslemor, schauen auf ihr Handy, laufen aneinander

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vorbei, ohne sich irgendwo anzuschauen, sich zu grüßen.

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Aber mit solchen Scheuklappen auf hoffentlich spricht mich

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keiner an einer so alle so in ihrer eigenen Bubble und

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gefühlt. Möchte auch jeder in diesem

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Moment dann alleine oder einsam sein, sodass die ganze soziale

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miteinander und, oh nee, am liebsten gar nicht.

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Wobei ich sagen muss, jetzt so jetzt in in, in der Stadt oder

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in den öffentlichen Verkehrsmitteln hab ich jetzt

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auch keine Lust, Konversation mit irgendwem zu führen, das geb

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ich, da kannst du doch. Einfach mal so so n nettes Hallo

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und du denkst ja abends um 21:00 Uhr was auch immer.

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Kurz in diesen einen Moment zurück also der nette Herr, die

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nette Dame zu dir morgen gesagt, Hey schönen guten Tag, Hallo.

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Ja, oder es kann halt auch genauso sein, dass ich genau im

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Moment zurückdenke und dass dieser Herr, diese Dame oder

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dazwischen und außerhalb ja mir dann nicht mehr auf den Kopf

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geht, weil Kopf geht, weil ich mir dachte, OK, was ein und wir

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alle wissen ja, wenn es kein in einem Bus gibt, in dem du selber

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bist, dann bist zu einer großen Wahrscheinlichkeit du der

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Wehrdo. Und Wehrdo muss von dem genauso

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wie Zurückgucken. Ja.

00:09:30
Relativiert sich dann also minus minus.

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Was ich spannend finde, ich bin ja also von diesem Gefühl,

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dachte ich mir, OK, irgendwie komisch.

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Was? Sagt denn die Wissenschaft dazu?

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Also ist dann bei mir oft so, dass ich dann schau, OK, na gut,

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ich hab auch mal n Semester oder 2 studiert, weniger erfolgreich,

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aber immerhin. Dann schaut man mal so.

00:09:52
OK, was sagt denn die Wissenschaft?

00:09:54
Und da habe ich einen super super schönen eine Studie

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gefunden, die kommt so glaube ich alle 10 Jahre, das nennt

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sich der das BBC Loneliness Experiment und da hat man sehr

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sehr viele Personen verschiedenster Altersgruppen

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verschiedenster in verschiedensten Ländern und so

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weiter und sofort befragt, das ist total spannend, können wir

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vielleicht auch den Link in die Shownotes packen?

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Und was würdest du sagen, Bernie jetzt einfach von einer

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Altersschiene von 16 bis 75 und älter.

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Wo würdest du sagen, haben die meisten Personen selber

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angegeben OK ich fühl mich einsam in welches

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Altersspektrum? Also wie gesagt, das waren glaub

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ich 55 60000 befragte sehr repräsentativ ja ja super super

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repräsentativ über alle soziologischen Schichten hinweg

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fast schon leta Studie, wenn du so willst.

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Ich würde sagen, es gibt einen Ausschlag nach oben während der

00:11:00
Pubertäts und ich glaube, es gibt einen Ausschlag nach oben

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hin zum Seniorenalter. Wenn Menschen warum, was könnten

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da Gründe dafür sein? Pubertät eben hä, Körper

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verändert sich und Hormone und ich bin hässlich wie die Nacht,

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keiner mag mich und ich werd nie jemanden finden der für mich mit

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mir durchs Leben zieht super schwierig und ich glaub dann

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eben seniorenalter Ach das sind sehr sehr traurig wie geht das

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halt so langsam an? Die Menschen, mit denen du alt

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geworden bist, groß geworden bist, so einer nach dem anderen.

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Ja, musst du so sagen, ins Gras beißen, dann fängt es, glaube

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ich, auch an. Ja.

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Einsam zu werden. Also das wäre.

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Jetzt mein mein World Guest zu dem.

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Nee, also statistisch knapp 40% der 16 bis 24 jährigen fühlen

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sich in einem regelmäßigen Turnus einsam und.

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Find ich total spannend. Jetzt zu den Älteren hin gesehen

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sind das nur a 27% je nach ja, je nachdem wie man das dann

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zählt. Das Problem bei solchen Studien

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ist dann aber auch, dass du eher jüngere Personen hast.

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Die dann vielleicht studieren oder und so weiter und sofort

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sind, kommen dann eher mit solchen Dingen in Kontakt, als

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wenn vielleicht meine 85 jährige Oma da in Kontakt bekommt.

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Also da muss man immer so ein bisschen aufpassen, das ist ein

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statistisches Artefakt oder nicht, aber so ganz

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grundsätzlich hört man das ja auch von von Älteren diese

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Alters, Einsamkeit und so weiter aber so ganz grundsätzlich vor

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allem sind es erstmal die Jüngeren, schockiert dich das

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oder was macht das mit dir? Ja, beides.

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Also es schockiert mich. Ich frag mich dann vor allen

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Dingen, wieso das so sein könnte.

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Oh. Hast du doch oder hast du eine

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Idee? Eine Vermutung.

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Was sind deine Vermutungen? Ich glaube, dass was, was total

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spannend gewesen wäre, wenn es da irgendwie so eine zeitliche

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Komponente bei der Umfrage wäre. Man hat die Umfrage in.

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Den 2000 20er Jahren gestellt. Man hat sie in 2000 Zehner

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Jahren gestellt, man hat sie aber 1980 oder 1970 gestellt und

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ich glaub dir und. Die zeitliche.

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Ich kann dir jetzt schon sagen, diese zeitliche Komponente gibt

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es nicht direkt in der Studie, aber man kann sie sehr gut

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ableiten. Und OK, da bin ich vielleicht

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gar nicht auf der falschen Fährte und ich würde sagen, eben

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heute ist es höher als früher. Warum ist es so?

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Weil ich glaube, dass es irgendwo damit zu tun hat, dass

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eigentlich, egal wie viele Menschen du um dich herum hast,

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wichtig ist, was für Menschen oder was für Kontakte du um dich

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herum hast. Und jetzt die heutige Jugend.

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Und ich möchte es gar nicht verteufeln.

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Ich bin auch Social Media Fan. Einerseits verbindet das die

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ganze Menschheit, du kannst von einer Sekunde auf die anderen

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mit 8 Milliarden Menschen auf dieser Welt kommunizieren.

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Es gibt auch keine Sprachbarrieren mehr mit den

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ganzen Übersetzern oder was auch immer.

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Aber irgendwo verstärkt Social Media glaube ich auch dieses

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alleine sein oder durch Vergleiche.

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Ich beginne mich mit anderen zu vergleichen.

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Ich habe dann das Gefühl, dass ich anders bin und durch dieses

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Anderssein. Oder das gefühlte anders sein

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mit dem ganzen Hormoncocktail. Ja, tut da oder verrichtet da

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leider Gottes seine Dinge und man fühlt sich einsam.

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Vielleicht kann man auch Corona noch dazu bestimmt auch nur

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irgendwo. Und das sind glaub ich so

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Sondereffekte. Aber es gibt eigentlich schon ne

00:15:02
wohl eine sehr sehr klare Tendenz.

00:15:04
Was würdest du denn sagen, wenn man es jetzt mal so auf, ja auf

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Geschlecht mal runterbricht? Wir wissen jetzt OK, die

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Altersgruppe 16 bis 24 fühlt sich am ehesten einsam.

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Wir sind das eher ja junge Mädchen oder eher junge Jungen.

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Wow, ich sag Männer. Jetzt mal, wenn.

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Du Jungs, ich sag Jungs, ich sag Jungs, OK.

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Warum? Weil.

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Du hast ja jetzt gerade in deiner Argumentation mit.

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Ja, mit. Ich sag es jetzt mal ganz

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blasphemisch und ganz übertrieben und sehr verkürzt

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und so weiter hier mit mit Hormonhaushalt und so weiter was

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wir in der Vergangenheit immer dachten ist ausschließlich nur

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ein weibliches Phänomen, könnte man ja denken, es geht ja nur

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erstmal um junge Mädchen, die sich online vergleichen, wenn

00:15:53
sie Topmodel anschauen und ich weiß nicht Kim Kardashian.

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Ich sag jetzt. Irgendwas was du meinst.

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Ich nehme ich. Mein bewusst die Gegenposition.

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Ich, ich sag dir Männer und wie gesagt, das ist nur ne Meinung

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oder Jungs in dem Sinne ist einfach so ein Schwanzvergleich

00:16:14
kann ich richtig einsam machen jetzt nicht unbedingt hier in

00:16:18
dem was du in der Hose hast, sondern einfach auch wie groß

00:16:20
bist du, wie stark bist du, wie intelligent bist du in was für

00:16:24
einem Job wohnst du, was für einen Job warst du, was für ein

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Auto fährst du also das ganze ich nenn das mal materielle.

00:16:30
Wenn du das materielle, Materielle nicht hast in jungen

00:16:34
Alter. Ja.

00:16:36
Dann bist du nicht dabei und deswegen sag ich wie gesagt,

00:16:39
dass jetzt nicht wissenschaftlich belegt.

00:16:42
Also ich kenn zumindest keine Quelle, aber mein Geist,

00:16:45
weswegen Jungs und Männer eher einsamer sind als Frauen.

00:16:50
Also ja, es ist so spannenderweise, es sind junge

00:16:53
Männer, aber hat auch was damit zu tun, mit dem Mathe sozusagen.

00:16:59
Also ne Trophy wife oder so oder ne Trophy Freundin hat dann

00:17:02
vielleicht auch so n Aspekt aber muss gar nicht.

00:17:05
Vor allem geht es da drum wo findet man die vor allem einsame

00:17:10
Männer in individualisierten Gesellschaften und das finde ich

00:17:15
total spannend also also ja, vor allem was wir jetzt als als

00:17:20
westliche Welt beschreiben würden, also USA,

00:17:24
Großbritannien, Deutschland, Frankreich.

00:17:27
Meistens sind es Demokratien, meistens sind es ja sehr, ja, es

00:17:33
sind komplexe Industrienationen, erstmal mit sehr mit einem sehr,

00:17:37
sehr hohen Lebensstandard. Und was wir beschreiben, ja auch

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mit einem sehr fortschrittlichen Mindset, sagen wir mal so, alles

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dividiert sich so n bisschen auseinander, jeder darf oder

00:17:47
hat, es gibt ja sehr verschiedene Interessen und so

00:17:50
weiter und da fällt dann sehr viel an männliche, sag ich jetzt

00:17:56
mal. Durch das Raster.

00:17:58
Na, okay ist. Das nicht spannend.

00:18:00
Also mega spannend. Aber war es von früher anders?

00:18:04
Wahrscheinlich schon, oder? Es war dann früher muss es dann

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anders gewesen sein, weil wir noch nicht diese liberalisierte

00:18:13
oder individual gesteuerte Gesellschaften hatten.

00:18:17
Wir hatten ja nichts. Ja nee, wenn du gemeinsam in

00:18:20
einem, wenn du gemeinsam im Schützengraben hockst, schweißt

00:18:25
das vielleicht zusammen und. Ich glaube, das könnte so der

00:18:29
Fall sein. Ja, ja, nee, aber mega spannend,

00:18:33
ich glaub. Ja, wenn man.

00:18:35
Wenn man so n bisschen in die in die Zukunft schauen.

00:18:39
Ich mein jetzt wissen wir ungefähr wo wir heute sind,

00:18:41
woher woher wir kommen, was glaubst du, ich mein, Wir haben

00:18:46
ja ich mein heute wir reden 4 wir irgendwo n bisschen so viel

00:18:53
Sport teilen wir wenig oder wir sagen wenig.

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Oder kommt eben noch ne neue Ebene?

00:18:59
Dazu ja. Vielleicht kannst du schon

00:19:01
ahnen, worauf ich hinaus möchte. Wir haben also nicht nur

00:19:04
irgendwo n Handy beziehungsweise das Internet Social Media, wo

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wir theoretisch eben mit 8 Milliarden Menschen auf dieser

00:19:10
Welt kommunizieren können, sondern jetzt kommt KI bisschen

00:19:16
so Zukunftsperspektive ich mein die ist für Menschen die jetzt

00:19:20
einsam sind, zum Beispiel weißt, die ist immer da.

00:19:24
Die ist nie genervt, hörte immer zu, bewertet dich nicht und

00:19:30
irgendwo ist es dann vielleicht der der beste Freund, der

00:19:33
angenehmste Gesprächspartner, den du je hattest und sie sie

00:19:40
ghostet dich auch nicht, sie widerspricht selten, je nachdem,

00:19:44
wie du sie programmiert hast oder gepromtet hast.

00:19:47
Schaut dann auch nicht aufs Handy, hat keine Kopfhörer auf,

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schaut dir in die Augen oder hört dir dazu und für mich ist

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dann ein bisschen so die Frage, wie wird es in Zukunft sein und

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hilft uns KI vielleicht eben aus dieser Einsamkeit auszubrechen?

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Ich habe eine Meinung dazu, aber deine wird mich jetzt brennend

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interessieren. Ich bin ist, glaube ich, auch

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kein Geheimnis. Ich bin Katholik und ich glaube,

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dass das. Mensch sein etwas sehr, sehr

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spezielles ist was sehr sehr du bist.

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Ein religiöser Mensch hat ja in dem Sinne nicht unbedingt mit,

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nur mit dem Katholizismus zu tun, gibt es ja dann auch.

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Religionsformen fair, fair, gut, sagen wir mal so, wenn ich bei

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Scientology bin, glaube ich an etwas anderes.

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Aber gut, wir wissen, was gemeint ist.

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Ich glaube, dass es immer noch einen Unterschied macht.

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Völlig egal, wie das nachher ausgestaltet wird oder nicht.

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Beispiel, Es gibt ja ab und zu mal so in der in der Yellow

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Press so Artikel aus ja meistens so asiatischen Ländern, in Japan

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hat irgendjemand seine Puppe geheiratet, als Beispiel weiß

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sie nicht widerspricht und so weiter ich glaube aber schon,

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also dass das geht, das wird vielleicht auch zunehmen, ich

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glaube aber auch, dass das ganz tief in dir drin.

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Dieses wirkliche Fühlen. Ja.

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Das kann dir keiner. Also das gibt dir niemand

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anderes als ein Mensch und vielleicht mit Abstrichen

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vielleicht auch noch ein tierisches Wesen.

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Aber Mensch ist ja anstrengend. Genau, ja.

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Genau deswegen. Und ich meine.

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Gibt es dir eine Befriedigung? Wenn du mit vielleicht ich weiß

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nicht mit mir über etwas sprichst und ich stimme dir in

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etwas zu von dem ganzen Herzen oder hast du mehr ne

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Befriedigung, wenn du ZGPT? Fragst, was XY.

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Wir wollten eigentlich nicht mehr auf das Niveau der letzten

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Staffelgeneration gelehrt, auf deine Meinung, deine Meinung ist

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mir herzlich egal. Ich muss das jetzt noch mal so

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in aller Deutlichkeit sagen, nee, aber ich, nee, ich weiß

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schon was du meinst. Also ich mein ich meine

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teilweise. Diesbezüglich teilt sich da mit

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Deiner nicht zu 100% muss ja auch nicht.

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Ich meine auch wenn ein echter Freund eine echte Freundin oder

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echter menschlicher Kontakt irgendwo manchmal anstrengend

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ist, ist so ein Austausch mit einer KI zumindest heute

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wahrscheinlich auch noch in absehbarer Zeit zwar eine

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Verbindung irgendwie ohne Risiko, aber auch ohne Tiefe.

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Und ich glaube, was gibt dir das Gefühl dieser Einsamkeit, wenn

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jetzt deine Beziehung keine Tiefe haben?

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Wir haben so viele oberflächliche Beziehungen, ich

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meine, guck dir jetzt mal bei mir ins Handy rein oder

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vielleicht auch bei dir ins Handy, wie viele Personen bei

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dir auf dem Handy oder zu wie vielen Personen würdest du

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sagen, da habe ich eine enge Beziehung, das sind wirkliche

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Freunde ich unterstelle dir jetzt was bei mir so ist mit dem

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wenigsten und. Und ich glaube aber, genau diese

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Tiefe an Beziehungen, wo es Social Media, Social Media nicht

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unbedingt fördert, ist das, wenn es fehlt, dass es langfristig

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oder auch kurzfristig hängt von der Person ab, vom Charakter

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eben zur Einsamkeit führen kann. Und da musst du versuchen, mit

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den richtigen Menschen, mit dem richtigen Mindset, dem

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entgegenzuwirken. Also kann man kann es auch n

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bisschen so plastisch sagen, so KI als vielleicht Pflaster, was

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du im ersten Moment, hey, mir geht es blöd und ey was wie auch

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immer, aber ist kein Ersatz. Für für für echte Medizin oder

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wie auch immer. Ich finde es ja auch gut, dass

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sowohl unsere Freundschaft Verdi platonisch ist als auch Jet GPT

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deswegen. Was ist klar genau, ganz genau,

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was man davon erwarten kann und deswegen habe ich in der

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Zwischenzeit zum Abschluss, wie ja jetzt jeder Folge, schauen

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wir mal einfach mal ja. JGPT gefragt, warum fühl ich

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mich denn immer einsam? Und es waren schon einige

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Aspekte dabei, die du schon gesagt hast, dass JGPT sagt, es

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geht oft weniger um die Anzahl der Menschen um dich herum,

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sondern um die erlebten Verbindungen.

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Kann man so sehen. Ja, ja, doch, es geht darum,

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dass oftmals Tiefe in dem Kontakt fehlt.

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Hast du glaube ich auch angesprochen, dass es auch jetzt

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so in unserem Denken viel um das außen geht, also unsere

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Außenwirkung. Wie sehen wir aus, Wer sind wir

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in der Gesellschaft im Vergleich zu wer sind wir im Herzen und

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das finde ich ein bisschen schräg, passe auf, dass

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Selbstschutz nicht zur Wand wird, also.

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Fragt mich gerade okay bin ich nicht offen?

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Genug, ja. Okay oder vielleicht habe ich

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auch einfach unklare innere Bedürfnisse okay vielleicht

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hasst mich Jet GP t inzwischen, aber es stellt mit dem Abschluss

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das nicht so ehrliche Fragen. Es stellt sich wenigstens 2

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ehrliche Fragen, die ich mir selber beantworten soll, zum

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einen, wann fühle ich mich nicht einsam, auch wenn es nur selten

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ist. Und das andere ist, was müsste

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ein Mensch über mich wissen, damit ich mich weniger allein

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fühlen würde? Finde ich spannend, dass da

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jetzt schon der Mensch Aspekt mal mit hinein kommt und ich

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vielleicht auch, na ja, sowas wie Religion als Beispiel ja

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total spannend einfach nur von von der von der Rückmeldung her

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der technischen. Ja schön, aber schöner

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Abschluss. Und ich glaube in dem Sinne.

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Wir sagen danke zu euch nach Hause.

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Und seid ihr nicht allein? Wir hoffen es zumindest.

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Und das sind also. Wir 2 uns wichtiger ist jetzt,

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redet über diesen fein aber klein Pod mittlerweile.

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Ich war Klein Podcast Generation generisch lasst uns n Abo da

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kommentiert das unbedingt auf die Fragen die der Lars jetzt

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gerade platziert hat und in dem Sinne Lars hat Mega Spaß

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gemacht. Es hat Mega Spaß gemacht und das

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war jetzt ne sehr deep e Folge. Das nächste Mal machen wir

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wieder was fröhliches Hä in dem. Sinne.

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In dem Sinne habt euch lacht's. Gut ciao ciao Jo.

00:26:27
Willkommen meine Damen. Und Herren Generationen.

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Ich will fragen wie die Scherben, was bleibt vom Hype,

00:26:37
wenn der Staub sich legt, wenn der Trend vergeht und die Zeit

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sich dreht sind wir echt oder nur Kopie ein Ready mit Ex aus

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Nostalgie Generation geht narrisch alles neu und.

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Doch so ähnlich, ein bisschen ernst, ein bisschen spaßig, ein

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Spiegel der Welt.